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federkind
09:46

Irgendwann habe ich angefangen, Schwächen innerlich so auszublenden, um erwachsen sein zu können – oder zumindest zu wirken – dass es mir jetzt schwer fällt, zu lieben, zu weinen oder zu hassen. All diese Emotionen habe ich für mich in den letzten 10 Jahren als Schwachstellen ausgemacht: Frauen, die immer wieder auf die gleichen Tricks reinfallen oder vielleicht nur alles überinterpretieren, weil Männer so manche Aktion nicht so ernst meinen, wie es im ersten Moment für viele Frauen aussieht. Die erst lieben, dann weinen und dann hassen, weil ihre Naivität ihnen nichts anderes übrig lässt.Wieder und wieder und wieder.

So wollte ich nicht sein; ich wollte stark sein, unabhängig von Männern und ohne den zwischenmenschlichen Bullshit, den so viele meiner Freunde wöchentlich produzierten. Mich nicht konzentrieren, um andere zu hassen, sondern die Energie zu nutzen, selbst weiterzukommen.

Dann sehe ich den Typen, den ich mag, mit einer anderen, und ich bin nicht in der Lage, Eifersucht zu empfinden , doch noch weniger schaffe ich es, klare Worte zu sagen. Die vielleicht innerlich für mich vieles leichter machen, aber zugleich nach außen hin die Beziehungen zu meinen Freunden auf kurz oder lang zerstören könnten. Ich habe Angst, Freunde, Bekannte und Fremde könnten mich für meine inkompetente Handhabe in Beziehungsdingen verurteilen, und am Schluss stünde ich alleine da, nur, weil ich schwach war und meine Gefühle unbedingt raus lassen musste. Da erscheint es doch sinnvoller, alles innerlich einzusperren, was über übliche Freude und Zuneigung hinausgeht.

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Schweinderl